Doppelfußmaschinen
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Doppelfußmaschinen

Doppelfußmaschinen

Bei Metalbands und in den 1970ern galt die einfache Regel:
2 Füße - 2 Pedale - 2 Bassdrums. ...Mindestens.
Bis jemand vor einigen Jahren die beiden Pedale mit einer Kardanwelle verband und den Schlägel der einen Maschine an die andere Maschine setzte.
Das Doppelpedal war erfunden und man konnte als Drummer fortan ein Doublebass-Gewitter lostreten - mit nur einer Bassdrum, auf die beide Schlägel jetzt einschlugen.

Die Vorteile:

Beide Beats haben denselben Sound, weil sie auf dasselbe Fell treffen.
Der Trommler muss eine Bassdrum weniger zum Gig schleppen.
Und im Bandbus ist mehr Platz für's Merchandise.

Spaß beiseite... Doppelfußmaschinen haben sich gegenüber doppelten Bassdrums als Standard etabliert. Und so sind die meisten Single-Pedale mit all ihren Details, Features und Vorzügen auch in Double-Ausführung erhältlich.

Die richtige Doppelfußmaschine für deine individuelle Spielweise

Bei der Wahl deiner Fußmaschinen kannst du viel richtig, aber auch falsch machen. Denn jeder Kick ist eine Bewegung, die du ergonomisch und mechanisch korrekt ausführen solltest. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Verspannungen im Muskelgeflecht, zu Komplikationen mit Bändern und Sehnen, zu einer Fehlhaltung des Körpers und der Fehlstellung und Deformation des Fußbetts führen. Eine sorgfältig und richtig ausgewählte Doppelfußmaschine passt wie ein Paar Maßschuhe für deine individuelle Spielweise. So lets beat out the difference!

Der Antriebsstrang

Für die Kraftübertragung vom Fuß auf die Bassdrum ist eine Mechanik nötig, die sich grob in drei Bauweisen aufteilen lässt: Bandzug, Kettenantrieb und Direktantrieb. Von allen wird das Runtertreten des Pedals in die Rollbewegung einer Welle übersetzt. Der auf der Welle montierte Schlägel pendelt nach vorn und trifft auf das Schlagfell bzw. auf das Pad.

Bandzug

Doppelfußmaschinen mit Bandzug sind heutzutage auf dem Rückzug und nur noch bei den preiswerten Einsteigermodellen zu finden. Sie haben eine eher gemütliche Arbeitsweise und sind nicht so direkt wie die anderen Mechaniken.

Kettenantrieb

Der Kettenantrieb ist die häufigste Variante. Die Kette in der Bauart einer Fahrradkette in einfacher oder doppelter Ausführung überträgt die Kraft direkt und ohne Verlust auf die Welle, lässt dem Pedal aber auch das nötige Spiel für eine agile und lebendige Interaktion mit dem Fuß. Das kann sich anfühlen, als würde die Fußmaschine selbst mitgrooven.

Direktantrieb

Doppelfußmaschinen mit Direktantrieb sind die Formel 1 unter den Tretpedalen. Hier geht es um 100stel Sekunden, könnte man meinen. Mit einer gut eingestellten und fein justierten Direct-Drive Doppelfußmaschine (und entsprechendem Talent) lassen sich kapriziöseste Fußfiguren treten und exakteste 128stel anschlagen. Alles eine Frage der Physik.

Die Einstellmöglichkeiten

Die Schlägel deiner Pedale schlagen im besten Fall in einer Winkelbewegung auf die Mitte der Bassdrum auf.

Länge der Schlägel

Je länger der Schlägelarm ist, desto mehr Kraft muss auf das Pedal wirken. Desto langsamer ist aber auch die Schlagfrequenz. Wie gesagt, Physik. In der Länge und somit in der Fliehkraft einstellbare Schlägel sind also von Vorteil, weil du damit deine Kräfte schonen und schneller spielen kannst.

Verstellbare Gewichte

Manche Doppelfußmaschinen haben neben den verstellbaren Schlägeln auch noch Fliehgewichte auf dem Schlägelschaft, mit denen sich ein präzises „Fluggewicht" justieren lässt.

Federspannung

Ganz wichtig ist die einstellbare Vorspannung der Rückholfedern. Sie bestimmt die Geschwindigkeit, in der die Mechanik wieder in die Ausgangsposition zurückkommt und in der sie bereit ist für den nächsten Beat.

Anstellwinkel

Der Winkel zwischen der Anstellung der Trittplatten und der Stellung ders Schlägel im Stand sollte im besten Fall ebenfalls justierbar sein. Da die Spielweise jedes Drummers einzigartig ist, sollten sich deine Fußaschinen hier auf dich individualisieren lassen.

Die Schlägel

Filz oder Holz - Gummi oder Karbon?

Das Material bestimmt die Anschlagsdynamik und den Sound. Bei E-Drums im Wohnzimmer entscheidet sich hier auch die Lautstärke der Schlaggeräusche. Ein Holzschlägel oder ein Schlägel mit Karbonkopf erzeugt mehr Rebound und ist lauter als ein Schlägel aus Gummi oder ein Filzschlägel.

Schlägel mit Wechselköpfen

Viele Doppelfußmaschinen sind mit Schlägeln ausgestattet, deren Wechselköpfe verschiedene Materialen auf Vorder- und Rückseite haben. Bei fast allen Doppelfußmaschinen lassen sich die Schlägel auch austauschen.

Der wichtigste Tipp zum Schluss

Teste unbedingt, welche Doppelfußmaschine für dich die richtige ist. Die Fußmaschine ist das wichtigste mechanische Element deines Drumkits. Und wie gesagt: eine gute Doppelfußmaschine sollte passen wie ein Paar Maßschuhe. Du merkst, wenn du sie gefunden hast!